Unsere erste Aufgabe ist das Gemeinschaftsleben. Darum sind wir ja in den Orden
eingetreten: Um einander Schwestern zu werden und miteinander zu entdecken, wer
Gott für uns ist, wozu er uns befähigt und wohin er uns sendet.
Wirklich miteinander zu leben ist eine Herausforderung.
Nicht immer leicht, all die verschiedenen Vorstellungen zusammen zu bringen,
wie was zu gehen oder zu sein hat.
Aber sehr bereichernd: oft kommt dabei etwas ganz neues heraus, was niemand
vorher gedacht hat, worin sich jetzt aber alle wiederfinden können. Da spüren
wir etwas vom Geist Gottes, der Liebe ist und Neues schafft, der Fronten aufbricht
und das Leben sprudeln lässt.
Solche Erfahrungen können und wollen wir nicht für uns behalten. Die
wollen wir mit vielen Menschen teilen. Wo und wie, das hängt sehr ab von den
Interessen und Begabungen der Einzelnen, den Fähigkeiten, die in einer konkreten
Gemeinschaft vorhanden sind und den Nöten der Gesellschaft, in der wir gerade
leben. Bekannt geworden sind wir durch unsere
Kinderdörfer. Heute arbeiten
Dominikanerinnen von Bethanien in verschiedenen Bereichen: als Seelsorgerin,
Erzieherin, Musikerin, Wissenschaftlerin, Altenpflegerin, in Haus und Garten
und, und, und.
Wir definieren uns weniger über eine bestimmte Aufgabe, als über die
Haltung, in der wir unsere jeweiligen Aufgaben erfüllen. Die kann man etwa
so umschreiben: